Los Alamos Chess - Strategie Brettspiel

Spielanleitung

Das Schachspiel kann auf eine lange Geschichte zurückschauen, doch die eigentliche Herkunft des Schachspiels liegt im Dunkeln. In Europa spielt man das Brettspiel erst seit dem Mittelalter. Seitdem machte die Entwicklung des Schachs, ebenso wie die Technik und Wissenschaft, große Fortschritte.

Los Alamos ist in erster Linie ein Kernforschungszentrum im amerikanischen Staat New Mexico, das dadurch bekannt wurde, dass hier das Atomwaffenprogramm der US-Regierung begonnen und die erste Atombombe entwickelt wurde. Anfang der fünfziger Jahre wurde dort ein Universalrechner MANIAC I (Mathematical Analyzer Numerical Integrator And Computer Model I) gebaut. Ein universeller Rechner ist ein Computer, der nicht für einen speziellen Zweck gebaut wurde, sondern Probleme durch mathematische oder algorithmische Berechnungen lösen kann.

Stellen Sie sich vor, MANIAC I benötigte eine Standfläche von fast 2 Quadratmetern, und war auch knapp zwei Meter hoch. Sein Energiebedarf betrug 35 Kilowatt. 2400 Elektronenröhren und 500 Kristalldioden übernahmen die Schaltungen. Die Befehle wurden entweder per Lochstreifen oder über Magnetband (also keine Tatstatur) eingelesen. Für die Durchführung einer Addition brauchte er 80 Millisekunden. Multiplikations- und Divisionsschritte nahmen eine Sekunde in Anspruch. Zum Vergleich: Heute führt ein Smartphone-Prozessor ca. 200.000 MIPS (engl. Million Instructions Per Second) durch.

Im Jahr 1956 haben die Mitarbeiter der Los Alamos National Laboratory Paul Stein und Mark Wells, das erste Schachprogramm für MANIAC I entwickelt. Da die Rechenzeit für diesen Computer knapp war, haben die Entwickler eine vereinfachte Variante des Spiels verwendet, die von nun an den Namen Los Alamos Chess annahm.

Los Alamos Chess ist ein Produkt, das aus den begrenzten Möglichkeiten von MANIAC I Computers und den Willen der Entwickler entstand, die einer Maschine das Schachspielen beibringen wollten. Es wurde das erste Schachprogramm entwickelt, ein Computerprogramm, das zum Spielen von Schach programmiert wurde sowie eine erste Schachvariante, in der ein Computer eine ganze Partie gespielt hat.

Das Programm spielte insgesamt drei Partien: Die erste gegen sich selbst, eine weitere verlor es gegen einen starken Schachspieler, obwohl dieser ihm eine Dame vorgab, und die dritte gewann es gegen eine junge Frau, die erst seit einer Woche Schach spielte und extra für dieses Spiel trainiert hatte. Zum ersten Mal hat ein Mensch gegen ein Schachprogramm verloren.

So geht‘s:

Durch das Wählen des Einstellungen-Buttons, habe Sie die Möglichkeit einer von zwei Schwierigkeitsstufen auszuwählen. Danach klicken Sie den Spielen-Button, um zum Spiel zu gelangen.

Es wird auf einem 6x6-Brett gespielt. Außerdem wird auf den Läufer verzichtet. Zu Beginn der Partie dürfen die Bauern lediglich einen Einzelschritt durchführen. Zudem wandelt man sie nur in Dame (Original auch in Turm und Springer) um.

Sie spielen immer weiß und Sie führen den ersten Zug aus. Sie klicken mit der Maus eine Figur ihrer Wahl an und verschieben sie mit der gedrückte Maustaste auf die gewünschte Position.

Das Ziel des Spiel ist es, den gegnerischen König zu fangen bzw. ihn "Matt zu setzen". Wird er bedroht, sagt man dem Gegner "Schach&schach". Dann muss der König geschützt werden, sei es durch Wegziehen, Schlagen der drohenden Figur oder Dazwischenstellen einer weiteren Figur.

Jede Schachfigur hat laut der Schachregeln ihre eigene Bewegungsfähigkeit, die im Artikel Wie bewegt man die einzelnen Schachfiguren beschrieben sind.

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