Schach - Logikspiel, Brettspiel

Schach (von persisch: Schah, für König) ist ein Brettspiel für zwei Personen. Das Schachspiel wanderte in immer wieder veränderter Form ausgehend von Indien oder China zu den Ländern im Nahen Osten und kam dann etwa im 9. Jahrhundert nach Europa. Dabei änderten sich im Laufe der Zeit Regeln und Gestalt der Figuren und so wurde z.B. in Frankreich die Dame des Schachspiels zur dominierenden Figur auf dem Brett, nachdem zuvor zweifelsohne dieses Attribut dem König vorbehalten war. In Europa entwickelte sich das Brettspiel weiter und gegen Ende des 16. Jahrhunderts kam es zu einer letzten großen Reform der Spielregeln. So entstand zu diesem Zeitpunkt das Spiel, welches wir heute unter dem Namen Schach kennen.

In England wurden seit 1823 die ersten Schachvereine gegründet, die zweifellos die Internationalisierung des Schachspiels und damit zu der Popularität des Brettspiels beigetragen haben. Es waren die englischen Schachvereine, die die Durchführung von Fernschachwettkämpfen verwendet haben, bei denen die Züge per Post übermittelt wurden, was dazu führte, dass nach kurzer Zeit in jedem größeren europäischen Land die Zahl der Spitzenspieler ständig zugenommen hat. Das erste offizielle Weltturnier fand von Januar bis März 1886 in den USA statt und als erster Weltmeister wurde der Österreicher Wilhelm Steinitz angegeben, der insgesamt in 20 Partien (10 mal gewonnen, 5 mal remis) gegen seinen Herausforderer, den Polen Jan Zukertort für sich entscheiden konnte. Dieses Flash game stellt für den Schachweltmeister keine Herausforderung dar, für die meisten ist es jedoch eine gute Alternative einer Schachpartie.

So geht‘s:

Zu Beginn des Spiels haben beide Spieler 16 Figuren: einen König, eine Dame, zwei Läufer, zwei Springer, zwei Türme und acht Bauern. Das Spiel wird auf einem Spielbrett mit 64 Feldern (8x8) gespielt. Jedes Feld wird durch eine Buchstaben/Ziffern-Kombination bezeichnet. Hierbei werden die Spalten von A bis H und die Reihen von 1 bis 8 gezählt. Das Spielbrett ist so positioniert, dass die linke untere Ecke aus Sicht des weißen Spielers die Bezeichnung A1 trägt. Sie spielen immer mit den weißen Figuren, also aus der Sicht des Bildschirms von unten nach oben.

Das Ziel ist es, den gegnerischen König so in die Enge zu treiben, dass er keine Möglichkeit zum Ausweichen mehr hat und keine seiner Figuren dies verhindern kann (Schach Matt). Die einzelne Züge werden abwechselnd geführt.

Wie bewegt man die einzelnen Figuren:

  • Bauer: sind Figuren die bei der Ausgangsstellung immer vorne stehen (weiß - Reihe 2, schwarz - Reihe 7). Sie bewegen sich immer um ein Feld nach vorne. Ausnahme ist der erste Zug, bei dem sie sich wahlweise um zwei Felder nach vorne positionieren dürfen (Rückwärtsbewegung ist nicht erlaubt). Bauern dürfen gegnerische Figuren angreifen, wenn sich diese schräg (diagonal) ein Feld vor ihnen befinden.
  • Turm: steht bei der Ausgangsstellung immer in der Außenposition der ersten bzw. achten Reihe (weiß: A1 und H1, schwarz - A8 und H8). Der Turm kann sich horizontal und vertikal um so viele Felder bewegen, die frei sind. Er kann Figuren auf diesem Weg schlagen.
  • Springer: steht bei der Ausgangsstellung immer zwischen dem Turm und dem Läufer (weiß - B1 und G1, schwarz - B8 und G8). Es bewegt sich in L-Formen, zieht entweder ein Feld horizontal und zwei Felder vertikal, oder zwei Felder horizontal und ein Feld vertikal. Der Springer ist die einzige Figur, die über andere Figuren springen kann. Er schlägt nur die Figuren, die in den Feldern stehen, in denen er landet.
  • Läufer: bei der Grundstellung steht immer einer auf dem weißen Feld zwischen dem Springer und dem König, der andere auf einem schwarzem Feld zwischen einem Springer und der Königin (weiß C1 und F1, schwarz C8 und F8). Der Läufer kann nur diagonal ziehen, jedoch eine unbegrenzte Zahl von Feldern. Er kann so gegnerische Figuren in seinem Zielfeld schlagen. Der Läufer, der auf einem weißen Feld steht, kann nur auf weißen Feldern ziehen.
  • Königin: steht bei der Grundstellung immer zwischen dem König und einem Läufer (weiß - D1, schwarz D8). Sie ist die mächtigste Figur. Sie kann sich entweder horizontal, vertikal oder diagonal über jede Anzahl von Feldern bewegen, und Figuren in jeder dieser Richtungen schlagen.
  • König: steht bei der Ausgangsstellung immer zwischen der Königin und einem Läufer (weiß - E1, schwarz - E8). Der König darf immer nur um ein Feld ziehen, dafür aber in jede Richtung.

Desweiteren werden für dieses Brettspiel spezifische Begriffe verwendet. Die Bedeutung im einzelnen sind folgende:

  • Schach: Der König ist von einer gegnerischen Figur bedroht, d.h. im nächsten Zug könnte er geschlagen werden. Solche Angriffe müssen abgewehrt werden, indem man entweder die schachbietende Figur schlägt, eine eigene Figur zwischen den eigenen König und die schachbietende Figur stellt oder mit dem bedrohten König auf ein Feld ausweicht, wo er nicht mehr angegriffen wird.
  • Schach-Matt: tritt ein, wenn der König im Schach steht und keinerlei Ausweich- oder Abwehrmöglichkeit mehr hat. In diesem Fall ist die Partie verloren.
  • Patt: tritt ein, wenn ein Spieler keine Züge mehr machen kann, ohne seinen König ins Schach zu stellen.
  • Rochade: Sie ist der einzige Zug, in dem zwei Figuren, und zwar König und Turm, gleichzeitig bewegt werden. Hierbei wird der König um zwei Felder nach rechts oder nach links bewegt. Gleichzeitig wechselt der Turm in Richtung des Königs und kommt auf das Feld zwischen König und dessen ursprünglichen Ausgangsposition. Eine Rochade kann man nur dann ausführen, wenn weder König noch Turm in diesem Spiel bewegt wurden, der König nicht im Schach steht und sich zwischen dem König und dem Turm keine andere Figur befindet. Der König darf auch nicht nach dem Ausführen der Rochade im Schach stehen.
  • Bauerntausch: Erreicht ein Bauer die letzte Reihe, so muss er sofort und im gleichen Zug für eine andere Figur gleicher Farbe (außer König) eingetauscht werden. So kann man z.B. einen Bauern für eine Königin tauschen und somit mit mehreren Königinnen weiter spielen.
  • Doppelzug: Ein Bauer, der noch nicht bewegt wurde (d.h. ein weißer Bauer auf der zweiten Reihe bzw. ein schwarzer Bauer auf der siebten Reihe) hat die Möglichkeit, in einem Zug zwei Felder vorwärts zu ziehen. Dabei dürfen sich keine anderen Figuren zwischen Ausgangs- und Endposition befinden.

Gewonnen hat derjenige, der den gegnerischen König schachmatt setzt oder durch Aufgabe des Gegenspielers.

Unentschieden ist dann, wenn der Gegenspieler, der am Zug ist, keinen legalen Zug mehr machen kann und sein König nicht im Schach steht. Dies ist dann eine Patt-Situation. Das Spiel ist dann sofort beendet.

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