Die Treppe - Patience, Spielanleitung

Wenn vier Personen am Tisch Karten spielen, dann spielen sie wahrscheinlich Canasta oder Bridge. Um Skat zu spielen werden mindestens drei Personen benötigt. Beim Spit Kartenspiel oder Zank Patience werden meistens zwei Beteiligten ihren Spaß haben. Aber nur ein Spieler kann eine Patience spielen. Dabei hat auch er einen unsichtbaren und anspruchsvollen Gegner, nämlich den Zufall. Tatsächlich hängt es im Kern von der Patience-Art ab, ob die Chancen gleichwertig sind. Oftmals gewinnt jedoch die Intelligenz und die Konzentrationsfähigkeit (ganz zu schweigen von der Geduld) den Kampf mit dem Schicksal.

So geht‘s:

Zum Spielbeginn werden auf dem Spielplan bereits Karten ausgelegt. Man sieht also, dass aus dem Kartenstapel 15 Karten in Form einer Treppe auf dem Spieltisch angeordnet sind. Die restlichen 37 Spielkarten werden vorerst auf der linken unteren Seite des Spielplans zugedeckt abgelegt. Die Reihenfolge der Karten ist wie folgt: A, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, J, Q, K. Nun kann das Spiel beginnen.

Treppe Patience Videoanleitung »

Die Aufgabe in dieser Patience ist es, Karten so familiengetreu, also in gleicher Farbe und aufsteigend an den dafür auf der rechten Seite des Spieltischs vorbereiteten Plätzen aufzubauen. Dabei ist zu beachten, dass dieses Spiel aus zwei Spielphasen besteht, bei denen zwei verschiedene Spielregeln gelten:

  • Phase 1: Auf dem Spielfeld (Tableau) liegen fünfzehn, in Form einer Treppe ausgelegte Karten. Der Spieler sollte mindestens zwei, sogenannte Grundkarten, also Karten mit gleichem Zahlenwert aussuchen und diese nacheinander auf den auf der rechte Seite des Tableaus sichtbaren Familienplätzen ablegen. Die dadurch auf dem Tableau entstandenen freien Plätze müssen sofort mit neuen Karten aus dem Talon belegt werden. Dazu reicht es, dieses anzuklicken. Die oberste Karte des Talons wird sofort auf dem entstandenen freien Platz ausgelegt. Welchen Zahlenwert eine Grundkarte haben sollte, entscheidet der Spieler selbst. Wichtig ist, wenn die erste Karte die auf einem Familienstapel aufgelegt wurde, wird sie automatisch zur Grundkarte einer Familie und sie darf nicht mehr zurückgeholt werden. Jeden anderen Familienstapel muss dann mit eine Karte des gleichen Wertes beginnen. Wenn beispielsweise der erste Familienplatz mit einer 4er Karte belegt wurde, müssen alle anderen Familienplätze auch mit einer 4er Karte (natürlich mit anderer Farbe) beginnen. Ein Ass (1 Punkt) darf in diesem Fall als Übergangskarte auf einen König gelegt werden. So könnte eine vollständige Kartenfamilie aus diesem Beispiel so aussehen: 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, J, Q, K, A, 2, 3. Phase 1 wird solange gespielt bis es keine Möglichkeit mehr gibt weitere Karten auf den Familienstapeln abzulegen.
  • Phase 2: sie beginnt mit der Zusammenführung von Karten auf jeder einzelnen Treppenstufe. Das Tableau besteht jetzt nicht mehr aus fünfzehn Kartenplätzen, sondern nur aus fünf Stapeln. In dieser Phase sind nur die jeweils rechten Seitenkarten des Stapels spielbar. Man darf sie zwischen den Treppenstufen umlegen, aber nur dann, wenn sie um einen Punkt kleiner sind (fallende Folge) zu der angelegten Karte. Dabei spielt die Farbe einer Karte überhaupt keine Rolle mehr. Beispielsweise kann eine 5er Kreuzkarte auf eine 6er Pik- oder Herzkarte angelegt werden. Auch hier darf man ein Ass als Übergangskarte verwenden, mit dem Unterschied zu Familienstapeln, dass hier ein König auf ein Ass aufgelegt werden darf. Wenn eine Treppenstufe frei von Karten ist, darf sie mit einer Talonkarte belegt werden. Auch eine ganze Kartenfolge (zusammenhängende Karten) dürfen verlegt werden, wenn es eine fallende Folge ist, auch ohne Farbzwang. Wenn es keine weitere Möglichkeit gibt, Karten auf den Familienstapeln abzulegen, werden neue Karten aus dem Talon aufgedeckt. Diesmal werden diese neben dem Talon abgelegt. Wenn es nicht möglich sein sollte, diese auf dem Tableau oder direkt auf eine Familie abzulegen, wird die nächste Karte aus dem Talon aufgedeckt.

Punkte

In dieser Patience gibt es keine Punkte im herkömmlichen Sinne zu gewinnen, sondern es werden nur die Spielzuge gezählt. Damit reizt der Spieler seine Motivation mit größerer Konzentration und gezielten Überlegungen vielleicht noch ein besseres Ergebnis zu erreichen.

Spiel-Tipps

Der Spieler ist gut beraten, sich in Phase 1 gründlich zu überlegen, mit welchen Grundkarten er starten sollte. Manchmal ist es nämlich so, dass obwohl es z.B mehrere gleichwertige Karten gibt, das Ergebnis nicht so gut wäre, als mit weniger Grundkarten aber mit mehreren vorhandenen Folgekarten. Die Phase 1 ist sehr wichtig, weil, je mehr Karten in dieser Phase auf Familien abgelegt werden, desto größer ist die Chance, dass die Patience ausgespielt werden kann.

In Phase 2 ist wichtig, möglichst viele aufgedeckte Talonkarten in das Tableau zu involvieren, so dass die Zahl der Karten in diesem Stapel möglich niedrig gehalten wird. Damit vergrößert man den Vorteil, später, wenn alle zugedeckten Talonkarten aufgedeckt sind, diese Patience zu gewinnen.

Spielende

Das Spiel ist dann zu Ende, wenn die Patience ausgelegt ist oder sich keine weitere Möglichkeit ergibt, das Spiel weiter zu spielen, oder wenn der Spieler gerne ein weiteres interessantes kostenloses Spiel auf unserem Portal spielen möchte.