Home > Journal Artikel: Schule der Zukunft

Spieleprogrammierung - Schule der Zukunft

12. September 2018 - maski

Was tun, damit die Schule den Schülern die Kenntnisse und Fähigkeiten übermitteln kann, die in der Gegenwart noch nicht existieren? Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Man ermöglicht den Schülern, diese selbst zu kreieren.

Zehnjährige befestigen Ziffern aus Papier auf weißen Linien entlang des Schulflures. Wenn zwei Schüler sich treffen, dann geht derjenige mit der höheren Nummer der Linie entlang nach rechts und der andere nach links. Auf diese Weise werden Zahlen in einer aufsteigenden Reihenfolge angeordnet. "....Die Idee, die dahinter steckt, besteht darin, den Schülern zu zeigen, wie die Computer Daten sortieren..." erklärt die Lehrerin Claire Lotriet. Diesen Unterricht hat die Website code.org in London organisiert, die das Programmieren von Computern fördert.

Seit einiger Zeit ist das Programmieren dauerhaft in das Schulprogramm der britischen Grundschulen integriert, so wie schon in Israel und Polen, einigen Bundesländern und bald in Australien und Dänemark. Auch in einigen osteuropäischen Ländern hat man die Wichtigkeit der Thematik erkannt. In Polen übernimmt vorerst ein Privatunternehmen das Unterrichten im Programmieren. Die Firma Samsung will innerhalb der "Master of Coding" eintausend Lehrer und fünfzigtausend Kinder trainieren.

Das Programmieren basiert auf dem Scratch-Programm, mit dem die Kinder die Grundlage der Programmierung erlernen. Schon nach wenigen Lernmodulen sind Sie in der Lage, ihre eigenen einfachen Spiele zu erstellen. In dem folgenden Semester werden die Kinder schon im Stande sein, Anwendungen zu programmieren. Das Programm soll die Fähigkeit zum analytischen Denken und zur Teamarbeit bei Kinder ausbilden. Sie sind dann nicht nur passive Technologie-Konsumenten, sondern Sie nutzen diese, um eigene Projekte zu entwickeln.

Fast in jedem europäischem Land haben Firmen Probleme, kompetente Mitarbeiter zu finden. Wenn ein Unternehmen ein Forschungs- und Entwicklungszentrum einrichtet oder besondere Dienstleistungen anbietet, muss es daher in der Regel das Personal selbst ausbilden. In einigen Ländern bitten Unternehmen sogar die Universitäten, ihnen zu ermöglichen, die Studenten zu unterrichten, selbstverständlich kostenlos und ohne die Garantie, dass die Absolventen später in dem Unternehmen arbeiten werden. Dies bietet ihnen zumindest eine Chance, kompetente Fachkräfte zu gewinnen.

Der Fachkräftemangel auf dem IT-Arbeitsmarkt ist ein Problem in fast jedem Industrieland. Nach Schätzung der Europäischen Kommission kann die Zahl der offenen Stellen in Europa im IT-Bereich mehrere hunderttausend erreichen. Darüber hinaus wird fast 90 Prozent der Arbeitsplätze Kenntnisse in den neuen Technologien erfordern. Das Bildungssystem muss daher in der Lage sein, sich schneller an die Veränderungen in der Realität anzupassen. Dies erfordert jedoch die Zusammenarbeit von Schulen und Universitäten mit den entsprechenden Organisationen und privaten Unternehmen. Die Schulen und Universitäten, in denen die Schüler oder Studierenden Vorträge hören und Tests schreiben, sind in der Tat die Wissenszentren, die den Studenten nicht nur vorhandenes Wissen vermitteln, sondern bei den Studenten die Fähigkeit entwickeln, gemeinsam neue Kenntnisse zu erarbeiten. Dafür benötigen Sie eine moderne Ausstattung, mobile, interaktive Tools und das erforderliche Know-how.

-------------------------------------------------------------------------------------

Ähnliche Artikel: