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Retro meets Virtual Reality: sieht so die Zukunft des Gamings aus?

29 Novemberr 2018 - Boris Zimmermann

Kaum eine Branche entwickelt sich auf solch eine rasante Weise wie die Gaming Industrie. Regelmäßig kommen neue Spiele, aktualisierte Versionen und innovative Game-Erlebnisse der anderen Art auf den Markt. Noch etwas stiefmütterlich wird der Bereich der Virtual Reality (VR) behandelt. Zwar gibt es einige Hersteller, die sich dieser Technologie in ausgiebigem Maße widmen, jedoch finden die meisten Produkte bislang nicht den entsprechenden Absatz bei den End-Usern. Eine Zeitlang sah es sogar so aus, als ob dieser Gaming Trend bald wieder von der Bildfläche verschwinden würde. Eventuell könnte sich das jetzt ins Gegenteil umkehren, denn spannende Entwicklungen und erschwingliche Hardware im Segment der VR wecken das Interesse von immer mehr Gamern.

Die Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg

Obwohl die Virtual Reality für sich genommen eine vielversprechende Erfindung war, hat sie sich nie so recht durchsetzen können. Schon im Jahr 1994 wurde in Las Vegas ein Headset von Forte VFX1 vorgestellt, das auf die Nutzung von 3D-Spielen vorbereitet war. Theoretisch müsste man davon ausgehen, dass die Ansprüche der Gamer sich an solchen technologischen Fortschritten orientieren und aufwendige Programme einen großen Reiz ausmachen. Woran kann es also liegen, dass die Möglichkeit, sich in eine komplett andere Spieldimension zu versetzen, auf so wenig Zuspruch stößt? Zum einen ist das mangelnde Interesse auf die kostenintensiven Ausgaben zurückzuführen, die mit dem Kauf von Produkten wie einer Oculus VR-Brille verbunden sind. Seit 2012 versucht das US-amerikanische Unternehmen seine VR-Lösungen den Gamern näherzubringen. Auf der anderen Seite stellt die Virtual Reality für viele Menschen einen viel zu komplizierten Ablauf dar. Videospiele werden längst nicht mehr nur von sogenannten Computer-Nerds konsumiert, denn durch die Verbreitung von modernen Smartphones und mobilen Games hat sich für die Gaming Industrie ein ganz neues Kundenfeld gebildet. Im Jahre 2017 haben 18,2 Millionen Deutsche ihr Telefon zum Spielen verwendet. Hierbei ist eine extrem hohe Nachfrage an leicht verständlichen und einfach aufgebauten Spielen zu verzeichnen. Die VR erscheint damit für einen Großteil der Abnehmer als viel zu komplex, um überhaupt in Betracht gezogen zu werden.

"Back to the roots" mit neuer Technologie

Darauf haben die Spieleentwickler und Technologieunternehmen, die an den Erfolg der VR glauben, reagiert. Zukünftig soll mit simpleren Konzepten und preisgünstigeren Komponenten der Zugang zu einer Spieleerfahrung mit der Virtual Reality vereinfacht werden. In München setzt seit letztem Jahr ein Start-Up auf Retro-Games, um der VR zum Durchbruch zu verhelfen. Die Unternehmensidee sieht vor, Freizeitparks mit der notwendigen Hardware auszustatten, so dass sich die Parkbesucher auf das Ausprobieren eines echten VR-Abenteuers einlassen können. Nach Meinung der Start-Up Gründer haben Videospiele einst auch erst ihre Verbreitung dadurch erlangt, dass man in den 80er Jahren in Spielhallen ging, um dort an den riesigen Automaten Pac-Man oder Pong zu zocken. Ab sofort soll es darum gehen, nicht mehr nur Pac-Man zu spielen, sondern selbst Pac-Man zu sein. Mithilfe der Spieleklassiker soll die Berührungsangst vor der abstrakten Technologie abgebaut werden. Im Internet findet dieses Prinzip schon jetzt Anwendung. Die Softwarefirma Microgaming hat eine VR-Variante des Traditionsspiels Roulette ins Leben gerufen, bei dem man als Casino-Besucher einen dreidimensionalen Raum durchwandern kann. Wer sich mit den wichtigsten Roulette-Regeln, die man beim Online Casino Betwaynachlesen kann, vorab vertraut macht, der kann sofort loslegen und seine Einsätze tätigen, ohne erst lange das Spielgeschehen beobachten zu müssen. Ganz genau wie beim originalen Klassiker, kann man auch in der virtuellen Version nur so lange setzen, bis "Rien ne va plus", also nichts mehr geht. Allerdings sollte man überprüfen, ob man nach dem Spielprinzip des amerikanischen oder des europäischen Roulettes spielt, um seine Gewinnchancen besser einschätzen zu können, da sich diese durch die Doppelnull in der ersteren Variante deutlich verringern. Freunde des Ego-Shooters "Wolfenstein 3D" können sich ebenfalls darüber freuen, dass die Virtual Reality über Spieleklassiker ihren Weg an den Mann finden soll. Mehr als 25 Jahre nach der Erstveröffentlichung des aufregenden Videospiels kann man nun mit einer VR-Brille in die pixelige Grafikwelt der Burg Wolfenstein eintauchen.

UNsplash

Virtual Reality testen und erleben

Dass die Lebenszeit der VR nicht so bald ein Ende nimmt, sondern jetzt erst so richtig durchstartet, beweist sich dadurch, dass bundesweit immer mehr VR-Spielhallen eröffnen. Allein in Nordrhein-Westfalen kann man sich in sieben verschiedenen Arcades nach Lust und Laune austoben. Das Holocafé betreibt hier an drei Standorten eine Spielhalle, in der man als Einzelspieler oder zusammen mit Freunden beliebte VR-Games, zu denen unter anderem "The Lab" und "Arizone Sunshine" zählen, sowie exklusive Software-Abenteuer erleben kann. Sofern man Gefallen daran findet, sich in einer dreidimensionalen Fantasiewelt aufzuhalten, sollte man in Erwägung ziehen, sich eine entsprechende Ausrüstung für den Hausgebrauch zuzulegen. Mittlerweile sind die VR-Brillen und weiteres Zubehör auch in niedrigeren Preiskategorien erhältlich. Vor dem Kauf sollte man sich sicherheitshalber auf der Internetplattform Steam darüber informieren, welche Games man später spielen möchte und mit welchen Brillen diese kompatibel sind. Die Virtual Reality scheint sich aktuell auf dem Vormarsch zu befinden und so wird man früher oder später als Game-Fan nicht daran vorbeikommen, das ganze einmal selbst auszutesten.

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