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Generation Cheating: So tricksen viele bei PC-Spielen

31 Juli 2020 - Seyit Binbir

Wer hat noch nicht einmal nach einem Lösungsweg im Netz gesucht? Bei PC-Spielen ist es fast schon normal, dass kurz nach Erscheinen des Spiels die ersten Tricks und Tipps im Netz erscheinen, inklusive der echten Cheats. Für Gamer sind sie ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite können sie helfen, weiterzukommen, wenn im Spiel alle Zeichen auf ewigen Stillstand stehen. Doch verleiten Cheats mitunter zum Schnellspiel vorbei an den eigentlich angedachten Herausforderungen. Aber wie wirken sich Cheats aus, wie kommen sie zustande und gibt es Cheats in den mittlerweile immer beliebteren Online-Casinos?

Cheating bei PC-Spielen

Abbildung 1: Cheating bei PC-Spielen: Heute keine Seltenheit - hin und wieder kann es Spaß machen, einfach mal bequem alles zu schaffen. Bildquelle: @ Fredrick Tendong / Unsplash.com

Cheats in Online-Casinos – ja oder nein?

Fakt ist, wenn ein Casino nicht offiziell einen Cheat ausruft oder bekannt ist, dass ein Online-Slot gewollte Cheatoptionen bietet, sollten die Hände von jeglichen Angeboten und online auffindbaren Cheats gelassen werden. Hier gilt:

  • Cheating – wer versucht, einen Slot oder ein anders Spiel im Online-Casino zu manipulieren, der macht sich strafbar. Casinos suchen nach diesen Usern. Andersherum ist es natürlich ebenso strafbar, wenn der Anbieter sich betrügerisch verhält. Aus diesem Grund sollten sich Spieler die Anbieter vorher erst genau anschauen. Wer sich dafür interessiert, findet Näheres auf betrug.co.
  • Alternative – es gibt online etliche kostenpflichtige Tipps oder auch E-Books, die erklären wollen, wie Online-Spielautomaten geknackt werden können und welche Cheats immer funktionieren. Letztendlich ist der Gamer an dieser Stelle immer das Opfer, denn die Tricks funktionieren nicht und während das Casino kein Geld verliert, ist es der Spieler: Er verliert seinen Einsatz und das Geld, welches er für das Buch ausgeben musste.

Ein Cheat kann mitunter jedoch gut funktionieren: Die Nutzung des Neukundenboni, sofern dieser an keine großen Bedingungen geknüpft ist. Bei Bonusangeboten, die sogleich und ohne Einsatz einen kleinen Betrag versprechen oder den ersten Einsatz verdoppeln, ist der Cheat in der Anmeldung schon inbegriffen. Aber Vorsicht: Oftmals sind die Bedingungen streng und setzen den mehrmaligen Umsatz des Bonusbetrags voraus, bevor dieser bezahlt wird.

Cheats und bekannten Spielen

Grundsätzlich muss bei Cheats unterschieden werden. Auch Kniffe und Tricks, die von erfahrenen Spielern entdeckt und öffentlich gemacht werden, zählen mitunter zu den Cheats. Sie können aus einem versteckten Level bestehen, aber auch die Spielpunkte oder das Spielgeld markant erhöhen. Solche Inhalte sind vom Spieleprogrammierer gewollt und dürfen mitunter als Easter Egg bezeichnet werden.

Auf der anderen Seite gibt es Cheats, die teilweise sogar den legalen Weg verlassen. Bei ihnen geht es nicht mehr darum, an Stelle X drei Mal auf die Astgabel des Baums zu schießen, um eine Million Spielmünzen zu erhalten. Es geht eher um von Externen geschriebene Programme, die das Spielgeschehen manipulieren. In einer Schlacht würde das Cheatprogramm beispielsweise die Gegner ausschalten. Solche Cheats setzen die Online-Anbindung eines Spiels voraus.

Andere Cheats hingegen bringen den Gamer nicht immer weiter, doch verändern sie das Game:

  • Konami-Code - dieser Code ist praktisch legendär und ist in zig Spielen anzuwenden - immer mit einem anderen Ergebnis. Mal ändert sich die Musik, mal gibt es Sonderpunkte, mal unendliche Leben.
  • God Mode - Gamer kennen ihn. IDDQD lautet die Eingabe und der God Mode ist freigeschaltet.
  • Erwachsenenversion - bei Mortal Combat kam dieser Code zum ersten Mal vor. In den Neunzigern war Blut in Games verpönt und die Spiele landeten gerne auf dem Index. Also wurden sie unblutig geschrieben - und mit einem Cheat Code versehen, der die unblutige Version per Enter-Druck gegen die erwachsene Version tauschte.
  • Sonic - im Originalspiel mussten sich Spieler stets durch alle Level kämpfen und mitunter zigfach in die unterirdische Lava fallen. Mit »rauf, runter, links, rechts, A + Start« gelingt es jedoch, direkt in das gewünschte Level zu hüpfen. Ob dieser Code auch bei der Smartphoneversion von »Sonic The Hedgehog« funktioniert, können User ja austesten.

Wie entstehen Cheats?

Cheats können unterschiedlich entstehen. Tatsächlich ist ein enormer Teil direkt den Programmierern anzulasten, die wahlweise Gamern Überraschungen bieten wollen, oder aber schlichtweg vergessen, dass sie das Spiel in vielerlei Form getestet haben. Allgemein gilt:

  • Testroutinen – Programmierer testen, was sie erschaffen. Wer den Film »Black Mirror: Bandersnatch« gesehen hat, der ahnt es. An diversen Stellen werden unterschiedliche Möglichkeiten getestet und durchlaufen. Die für das Spiel beste Variante bleibt am Ende übrig, allerdings werden die anderen Lösungen nicht unbedingt gelöscht, sondern nur verborgen. Finden Spieler diesen Cheat und auch den Zugang, so können sie die Testroutinen spielen – oder in einer Schleife enden.
  • Boni – das sind beinahe schon Easter Eggs und durchaus gewollte Cheats. Programmierer geben dem Gamer die Chance, etwas Besonderes zu erhalten oder auch ein Level zu überspringen. Viele Spieler haben einen solchen Cheat schon unfreiwillig entdeckt: meist dann, wenn wutschnaubend irgendeine Kombination gedrückt wurde und plötzlich etwas auf dem Bildschirm erschien.

Diese Cheats sind vom Entwickler gewollt und sind völlig unabhängig von einer Online-Anbindung. Sie können helfen, im Spiel zu tricksen und schneller zum Spiel zu kommen, indem beispielsweise eine deutliche Abkürzung genommen wird. Sie dürfen niemals mit den illegalen Hacks und Mods verwechselt werden, die umgangssprachlich auch unter Cheats laufen:

  • Hacks – eine Online-Anbindung ist die Voraussetzung, da nun ein zusätzliches Programm ins Spiel eingebunden wird, welches dem Gamer hilft. Gegner oder Schwierigkeiten werden beispielsweise ausgeschaltet. Gegnerische Taktiken angezeigt. Andere Programme sammeln im Hintergrund Spielgeld oder Waffen fürs Spiel.
  • Mods – sie sind zweigeteilt. Bei Online-Spielen sind sie verboten, bei rein festplattenbasierten Spielen in Ordnung. Mods können beispielsweise das Aussehen der Spieler ändern. Auch der »Erwachsenenmodus« bei Games, die eigentlich kein Blut zeigen, gehört hier hinein.

Kleinere Hintergrundprogramme, die Tastenklicks simulieren oder das Spiel selbst mit einem Musikplayer verknüpfen, gehören in keine der Kategorien und sind erlaubt.

Cheaten mit Spaß

Abbildung 2: Cheaten macht auf Dauer meistens keinen Spaß. Bildquelle: @ Sean Do / Unsplash.com

Fazit – nicht jeder Cheat ist sinnvoll

Bonuslevel, Goldtöpfe, bessere Waffen – all dies sind Cheats, die zu PC-Spielen dazugehören und die absolut in Ordnung sind. Auch Tricks und Kniffe, wie sie von erfahrenen Spielern auf Twitch oder YouTube verraten werden, sind praktisch. Die Finger lassen sollten Gamer jedoch von allen betrügerischen Cheats, gerade im Online-Bereich. Was beim Online-Casino böse enden kann, sollte auch von der anderen Seite gesehen werden: Macht das Gaming wirklich Spaß, wenn im Hintergrund Programme für einen arbeiten oder wenn mit einer Kombination gleich mit voller Punktzahl durch alle Level gesprungen wird?

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